Verlag Franz Schön

Willy Hallstein

Ein vergessener Künstler zwischen Jugendstil und Moderne

Willy Hallstein | Darmstadt 1887 – München 1923

Willy Hallstein war ein Künstler, der zu seiner Zeit große Anerkennung erfahren hat, dann aber wegen seines frühen Todes und verschiedener zeithistorischer Umstände in Vergessenheit geriet. Mit diesem Buch sollen Hallstein und sein Oeuvre dem Vergessen entrissen werden.

Hallstein galt seinen Zeitgenossen als klassischer Milieuschilderer des Künstlerateliers, der Schwabinger Bohème und des Münchner Volkslebens. Er zeichnete für die renommierte Wochenzeitschrift Jugend, entwarf Plakate für den Zirkus, illustrierte Bücher und schuf zahlreiche pointierte Karikaturen zu Themen seiner Zeit. Hallsteins früher Tod am 14. Mai 1923 beendete eine vielversprechende Künstlerlaufbahn.

Für ein vollständiges Bild dieses Künstlers fehlen uns noch viele Puzzlestücke. Aber inzwischen wissen wir so viel über ihn, dass wir die Behauptung wagen können: Willy Hallstein hatte – auch nach dem Urteil sachverständiger Zeitgenossen – das Potenzial, einer der ganz großen Zeichner und Karikaturisten seiner Zeit zu werden, in einer Reihe mit Karl Arnold, Th. Th. Heine und Olaf Gulbransson.

Der Leser kann die Recherche zu Leben und Werk eines bis heute in der Literatur übersehenen Künstlers verfolgen. In den Stationen dieser Spurensuche spiegelt sich auch deutsche Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – vom späten Kaiserreich bis zur erzwungenen Emigration deutscher Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Spuren von Hallsteins Werk konnten in amerikanischen Sammlungen ausfindig gemacht, bekannte Werke neu eingeordnet werden.

Der umfangreiche Bildteil dokumentiert bisher unveröffentlichte Original-Zeichnungen, Radierungen und Original-Vorlagen für Publikationen 1918 – 1923 in der Jugend.

ISBN: 978-3-9811154-0-6
Hardcover
Preis 16,80 €
Versandkostenfrei


Von der Erich Kästner Gesellschaft, 09.04.2014

zum Blog-Eintrag der Erich Kästner Gesellschaft

Zurück von der Mitgliederversammlung in Den Haag möchte ich euch auf einige Neuerscheinungen hinweisen, die ganz direkt oder auch etwas entfernter etwas mit Kästner zu tun haben.

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Einen künstlerischen Schatz hat Eva Mertes gehoben.
Sie konnte einen ganzen Packen von Zeichnungen und Karikaturen aus dem Nachlass ihres Vaters dem 1923 mit nur 36 Jahren gestorbenen Zeichner Willy Hallstein zuordnen und stellt ihre Nachforschungen nun in dem Ausstellungskatalog Willy Hallstein. Ein vergessener Künstler zwischen Jugendstil und Moderne vor. Für den an der Kunst des späten Kaiserreiches und der frühen Weimarer Republik interessierten Leser, und welcher Walter Trier Freund ist das nicht, eine bereichernde Lektüre.

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